
Editorial | Just ride 04 | 2026 Gang rein und los. Einfach fahren. Frei wie der Wind. Diese Überschrift war von Anfang an mehr als nur ein Claim – sie ist unser Motto. Denn wir wollten nie einfach nur Content produzieren. Wir wollten dahin, wo andere nicht hinschauen: zu den Geschichten hinter den Geschichten. Zum Echten. Zum Besonderen. Mit der Unterstützung einiger wichtiger Leute im Hintergrund haben wir genau dort angefangen. Und dabei war uns immer eines klar, wir legen lieber den Gang ein, als uns Tag für Tag irgendetwas aus den Fingern zu saugen oder zum hundertsten Mal Pressemeldungen zu kopieren, nur weil uns jemand erzählt, dass täglicher Content alles ist. Aber denkt mal kurz darüber nach! Warum bekommen so viele Fahrer im Wettbewerb heute kaum noch echte Sponsorenverträge? Weil sich vieles verschoben hat. Statt Leistung und Persönlichkeit geht es oft nur noch um Rabattcodes, Reichweite und belangloses Anpreisen von Produkten, Hauptsache der nächste Blinde kauft. An dieser Stelle wird von vielen so viel Zeit investiert, um Dinge zu posten, für die am Ende vielleicht drei Euro achtzig hängen bleiben – wenn überhaupt. Auch eine Art sein Leben zu verbringen... Gewinnen tut dabei meist nur einer - der, der sein Zeug kostenlos verschickt hat und seine Marke ständig präsentiert sieht. Produkte mit echtem Mehrwert - benötigen die so etwas? Hinterfragt euch mal... Wenn Firmen wirklich Interesse an euch als Person hätten – an dem, was ihr tut, wofür ihr steht – dann würde Zusammenarbeit anders aussehen. Auch darüber einfach mal nachdenken. Wir gehen bewusst einen anderen Weg. Und immer mehr folgen unserem Denken und ziehen ihre Schlüsse. Nach nur fünf Ausgaben stehen wir jetzt an dem Punkt, unsere Vision aufs nächste Level heben zu dürfen. Ob Bike-Umbauten, unser 125er-Projekt mit der Feierabendrunde, Geschichten rund um Motocross-Legenden, Einblicke hinter die Kulissen von Motorsport-Teams oder Wege vom Geheimtipp in die Szene – wir begleiten all diese Abendteuer im Alltag und folgen noch mehr spannenden Geschichten. Immer auf unsere eigene Art. Und ihr habt die Wahl. Einfach fahren und eigene Geschichten erleben, oder... Unser Soundtrack steckt schon in unserem Logo. Und genau der treibt uns an, etwas zurückzuholen - ein Gefühl, das man nicht posten kann. So wie die Schallplatte für die Musik, wollen wir auch für die Welt auf zwei und drei Rädern wieder mehr Echtheit spürbar machen. Wie erfahrt ihr bald hier. Müssen wir jeden Tag zeigen, was wir machen? Uns ist wichtiger, es zu erleben – gemeinsam mit den Menschen, die genauso denken. Deshalb gibt es uns nur einmal im Monat. Mit Geschichten hinter den Geschichten. Denn das ist unsere Art zu posten! Gang rein. Und los.
Editorial | Just ride 02 | 2026 Die Yamaha WR125R zeigt bei uns bereits ab Seite 3 ihr Gesicht – und beweist, dass schon 125 cm³ ein echtes Gefühl von Freiheit vermitteln können. Über die vergangene Winterdepression schreibt anschließend unsere Kolumnistin Tanja unter dem Titel „Nicht mit mir“. Ein klares Statement: Wenn deutsche Winter die Strecken in Matsch und Frost versinken lassen und selbst Trainingswochen im verregneten Spanien nur bedingt helfen, scheint die nächste Biketime in weiter Ferne. Doch Stillstand ist im Motorsport keine Option – und sie hat ihren eigenen Weg gefunden, damit umzugehen. Welche spannenden Erkenntnisse ein Blick auf die Zulassungszahlen im Januar liefert, erfahrt ihr auf Seite 12. Der Name Husaberg taucht dort nicht mehr auf – als kompromisslose Enduro-Marke bleibt er vor allem Erinnerung. Wir widmen ihr dennoch einen besonderen Platz auf Seite 13. Sportlich richten wir den Fokus ab Seite 14 auf den SuperEnduro Grand Prix of Serbia am 21. Februar 2026 in der Beogradska Arena in Belgrad. Historisch war es die erste Weltmeisterschaftsrunde in diesem Land – sportlich geprägt erneut von der Dominanz von Billy Bolt. Anschließend werfen wir einen Blick auf den Flat Track, der konsequent die Weichen für die Zukunft stellt. Nach einem schweren Sturz beendete Marko Barthel vor über 25 Jahren seine aktive Karriere. Statt kürzerzutreten, schlug er ein neues Kapitel mit Ausbildung, Coaching und Entwicklung auf. Heute steht ENDUROPRO für strukturiertes und professionelles Enduro- und Motocross-Training – getragen von der Erfahrung eines Mannes, der seine Grenzen selbst erfahren hat. Mehr dazu und alle Trainingstermine findet ihr ab Seite 19. Auch Franky Zorn kämpfte sich nach schweren Verletzungen eindrucksvoll zurück und qualifizierte sich für den Eisspeedway Grand Prix 2026. Ein weiteres Beispiel dafür, dass der Motorsport und alles andere im Leben selten geradlinig verläuft.
Editorial | Just ride 01 | 2026 Wie bei uns sortiert sich wie auch andernorts das Fahrerkarussell traditionell zum Jahresanfang. Ebenso verhält es sich mit den Terminen, die langsam ihr Endstadium erreicht haben sollten. Das dürfte auch Tanja freuen, unsere neue Kolumnistin, die ihre Saison ebenfalls planen möchte. Diesmal geht es in ihrer Kolumne jedoch um die Dinge, die dazu beitragen, dass es in unserem Sport so aussieht, wie es eben aussieht. Weil wir gerade dabei sind, haben wir euch auch einen BABOONS-Beitrag zur 100. Six Days Enduro (ISDE) ohne Deutschland von Robert Pairan bei unseren Geschichten hinter den Geschichten verlinkt. Aber gerade deshalb, bekommt Neues wie z.B. Flat Track in dieser Ausgabe eine echte Chance. Passend zur Jahreszeit werfen wir außerdem einen Blick zum Eisspeedway. Thematisiert haben wir ebenso ein Weltmeistertitel vom grünen Tisch wie auch eine Vorschau auf den Saisonstart einer jungen, unabhängigen und sehr erfolgreichen nationalen Hardenduro-Serie. Dazu haben wir euch aber auch einen Link zu enduro.de gepackt, da könnt ihr sehen was in der FIM Hard Enduro World Championship gerade los ist. Schön geht auf alle Fälle anders. Einen besonderen Tipp – vor allem für Honda-Reiseenduro-Liebhaber – halten wir ebenso bereit wie Geschichten hinter den Geschichten aus einer Zeit, in der Enduro noch einen ganz anderen Stellenwert hatte. Technisch schauen wir zu WP, wo sich ebenfalls Neues tut, genauso wie bei einem Traditionsevent, das zum 30-jährigen Jubiläum neue Standards in einem Bereich setzen möchte, der die Szene seit jeher spaltet. Was ihr hier seht, ist ein bewusster Kontrast: ein bunter Mix, gesetzt ins vornehmliche Weiß da draußen. Immer mit dem Blick über den Tellerrand – auf die Vielfalt der Zweirad-Welt, auf das, was uns antreibt. Auch wenn hier die ersten Ausgabe 2026 endet, ist das erst der Anfang. Weitere Themen, neue Blickwinkel und eine Präsentation, die sich kontinuierlich weiterentwickelt, sind fest eingeplant – passend zu dem wofür unsere Überschrift steht. Wir hoffen euch gefällt unser cippito Magazin, das nicht den schnellen Klick sucht, sondern den Blick auf die gesamte Zweirad-Szene etwas mehr öffnen will... natürlich immer #alwaysrideenduro. Just ride – Stories that move you.
Editorial | Just ride 03 | 2025 Als sich in der ausverkauften PreZero Arena im polnischen Gliwice die weltbesten SuperEnduro-Fahrer ein Stelldichein gaben, war klar: In dieser Ausgabe können wir auf einen hochklassigen und emotionalen Rennabend, bei dem Titelverteidiger Billy Bolt seiner Favoritenrolle in der Prestige-Klasse eindrucksvoll gerecht wurde zurück blicken. Dazu sorgten Milan Schmüser bei den Junioren und Lokalmatador Wojtek Walczak in der Youth-Klasse für echte Highlights und Gänsehaut-Momente. Der Winter bleibt heiß: Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr startet der Enduro Wintercup 2026 in seine zweite Saison. Die von DG Design und MotoXEvents organisierte Serie hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer festen Größe im deutschen Endurosport entwickelt – und zeigt, dass echter Offroad-Spirit keine Saison kennt. Auch hinter den Kulissen tut sich einiges: Mit Beginn der Saison 2026 passt der DMSB seine Helmnormen an und setzt neue sicherheitstechnische Maßstäbe. Wir ordnen ein, was sich ändert, warum die Anpassungen wichtig sind und was sie für aktive Fahrer bedeuten. Sportlich blickt alles nach vorn: Die Deutsche Motocross-Meisterschaft setzt ihren positiven Trend fort und geht mit einem umfangreichen Kalender in die Saison 2026. Neun Klassen, 25 Veranstaltungen von April bis Oktober und eine deutlich gestiegene Zahl an Veranstalteranmeldungen unterstreichen die wachsende Attraktivität der DMX. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart führt uns diese Ausgabe nach Zschopau. Wer das Enduro Museum Zschopau betritt, betritt keine Ausstellung – sondern Motorradgeschichte. Ein Ort, an dem der deutsche Geländesport nicht nur dokumentiert, sondern spürbar wird. Und neu an Bord: Ab Ausgabe 01 | 2026 nimmt euch Tanja mit auf ihre ganz persönliche Reise durch das Motorsportjahr 2026 – authentisch, nahbar und direkt aus dem Fahrerlager. Just Ride – rutscht gut ins neue Jahr. Natürlich nicht wörtlich, sondern mit Gefühl für Grip, Balance und die richtige Linie. Wir bedanken uns bei allen Fahrern, Veranstaltern, Partnern und Lesern für ein intensives Motorsportjahr und freuen uns auf alles, was 2026 für unseren Sport bereithält. Bleibt leidenschaftlich, bleibt neugierig – und vor allem: bleibt auf dem Bike.
Editorial | Just ride 02 | 2025 Es ist wieder so weit: Eine neue Ausgabe von Just ride könnt ihr euch online anschauen – vollgepackt mit Infos und der gewohnten Portion Benzin im Blut. Hardenduro, Motocross, Flat Track – wir haben wieder einmal alles zusammengeworfen, was uns antreibt. Eben eine Mischung, wie sie nur ein Motto erlaubt: Just ride – alwaysrideenduro. Ursprünglich wollten wir eine umfangreiche Zusammenfassung der Enduro-WM 2025 liefern. Ein Projekt, das erst einmal großartig klang – aber nur bis nach Zschopau Bestand hatte. Wer 2025 dort war, weiß: Diese Woche sprengt jede Statistik. 350 Helfer, fast 60.000 Fans und eine Atmosphäre, die selbst das härteste Enduro-Herz weichklopft. Warum eine nüchterne WM-Zusammenfassung unmöglich wurde, erzählen wir euch in unserem Beitrag von Rund um Zschopau. Kaum durchgeatmet, rollte eine Woche später das nächste Highlight heran: das 24MX GetzenRodeo 2025. Diesmal hatten wir unseren Mann direkt im Getöse: Felix Bopp, der sich in dieses Abendteuer stürzte und hier ganz persönlich berichtet – so nah dran, wie man es nur sein kann, wenn man selbst im Getzenwald unterwegs war. Natürlich leben solche Events nicht nur von Erlebnissen, sondern von Bildern, die bleiben. Zeit also, den Blick hinter die Kulissen zu werfen. In dieser Ausgabe stellen wir euch das Motorsport-Mediateam GrenzNic640 vor – zwei Generationen, eine Leidenschaft, ein Auge fürs Wesentliche. Und wie ihr lesen werdet, fotografieren die beiden weit mehr als nur Motorräder. Wer sich im Gelände nicht festfahren will, sollte ab und zu neue Spuren suchen. Genau das tun wir. Dieses Mal führt uns der Weg auf das ovale Geläuf des Flat Track, eine Szene, die in Deutschland gerade richtig Fahrt aufnimmt. Und passend dazu bleiben wir im Kreis: Wir möchten euch Hannah Grunwald vorstellen – eine junge Speedway-Fahrerin, die in einem beinharten Sport ihre Linie konsequent durchzieht. Technikfans kommen natürlich ebenfalls auf ihre Kosten. Mit der Zero XE schauen wir auf eine elektrische 125er, die nicht nur um Marktanteile kämpft, sondern beweisen will, dass E-Antriebe auch im harten Einsatz bestehen können. Wir weiter schauen nach vorn. Was erwartet uns 2026? Ein Blick auf die ADAC MX Masters lässt vermuten, dass im kommenden Jahr ein echter Sandspezialist an der Spitze stehen könnte. Und Deutschlands größte MTB-Enduro-Serie hat für 2026 Locations gewählt, die so unterschiedlich sind, dass jede einzelne ihren eigenen Charakter mitbringt. Und bevor ihr euch in die großen Geschichten stürzt – vergesst nicht unsere Rubrik „Kurz und knapp“. 15 Facts, kurz, knackig, aber mit echtem Aha-Potenzial. Also: Helm zu – Just ride.
Editorial | Just ride 01 | 2025 In Wellmutsweiler wurde der Tag der Deutschen Einheit zum Beispiel auf ganz besondere Weise gefeiert: Beim traditionsreichen Simson-Grasbahnrennen auf der Wiese von Imanuel „Immel“ Schramm sorgten der MSC Langnau und über 5.000 Besucher für echtes Rennfieber. International schrieb Simon Längenfelder in Darwin Geschichte: Der Oberfranke krönte sich im Regenchaos zum MX2-Weltmeister 2025 und holte damit den ersten deutschen Titel in dieser Klasse seit 14 Jahren. In der MXGP-Kategorie sicherte sich Romain Febvre mit Kawasaki den Gesamtsieg, während Lotte van Drunen in der WMX ihren Titel souverän verteidigte – ein würdiger Abschluss einer spektakulären Motocross-Saison. Auch auf Asphalt wurde Motorsport vom Feinsten geboten: Beim Finale der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft auf dem Vogelsbergring in Wittgenborn holte sich Markus Class den Titel. Im Speedway gab es Grund zum Jubeln: Das deutsche U21-Nationalteam mit Norick Blödorn, Mario Häusl und Hannah Grunwald gewann sensationell den Weltmeistertitel beim Speedway of Nations 2 in Toruń. Zum ersten Mal seit 14 Jahren blieb die polnische Mannschaft ohne Medaille – ein historischer Triumph für Deutschland. Staub, Drift und Adrenalin pur bot die Flat Track-WM in Scheeßel, die erstmals auf deutschem Boden stattfand. Der legendäre Eichenring mit seiner 1.000-Meter-Bahn war Schauplatz amerikanischer Dominanz, doch auch die deutschen Fahrer begeisterten das Publikum mit Mut und Präzision. In Meltewitz stellte der SHC bei der Auner HardEnduroSeries Germany ein neues Streckenkonzept vor: kompakter, technisch anspruchsvoller und dadurch noch intensiver für die Fahrer. Auch Tucheim bewies wieder seine Bedeutung im deutschen Endurosport: Zum 55. Mal fand die legendäre Geländefahrt „Rund um den Fiener“ statt – ein Beweis für Organisationstalent, Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Neben packendem Racing gab es auch Produktneuheiten: Sherco bringt mit der Scott Fury eine speziell angepasste Endurobrille auf den Markt, während Klim mit der Artemis Women’s Line erneut Maßstäbe für Damenbekleidung setzt. DMON-Parts präsentiert die Scott Prospect WFS mit elektrischem Blase-Roll-Off-System – perfekt in puncto Sicht und Funktionalität, entwickelt in Zusammenarbeit mit Cippito und getestet von Speedway-Ass Immanuel Schramm. Technisch richten sich alle Blicke schon länger auf das Modelljahr 2026: Husqvarna bringt sieben neue Motocross- und ebenso viele Enduro-Bikes, während KTM ihre Enduro-Modelle mit neuem Fahrwerk und App-basiertem Mapping-System ausstattet. Kawasaki erweitert die KX-Familie mit Features wie Launch- und Traktionskontrolle, Beta präsentiert mit der MY 2026 ein nochmals verfeinertes Fahrerlebnis, und Triumph zeigt mit den neuen TF 250-X und TF 450-X sowie den Enduro-Versionen TF 250-E und TF 450-E eindrucksvoll, wie ernst es die Briten mit dem Offroad-Sport meinen. Egal ob auf der Grasbahn, im Schlamm, auf Asphalt oder im Wald – der Offroad-Zweiradsport lebt, begeistert und entwickelt sich weiter. Der Oktober 2025 beweist einmal mehr: Leidenschaft, Innovation und Zusammenhalt sind der Treibstoff dieser Szene.










