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VERÄNDERUNG

JUST RIDE – VERÄNDERUNG

Wir haben zugehört, ausprobiert und umgesetzt und freuen uns, euch das Ergebnis jetzt präsentieren zu können. Bedienungsfreundlicher, moderner, übersichtlicher und noch näher an dem, was uns alle verbindet: die Faszination Motorrad.

Denn eines bleibt immer gleich - nichts ist so beständig wie die Veränderung.
In dieser Ausgabe nehmen wir euch mit auf eine Reise durch die unterschiedlichsten Facetten unserer Leidenschaft. Wir schauen auf aktuelle Entwicklungen und lassen zugleich die Geschichte zu Wort kommen. Ein besonderes Kapitel gehört dabei der Ducati 450 ccm von 1969 – ein Stück Motorradgeschichte, das bis heute seinen ganz eigenen Zauber versprüht.
Technikfans kommen im Bereich „Vergaser“ auf ihre Kosten, während wir im Fahrbericht die SWM Binsen Pro genauer unter die Lupe nehmen. Dazu werfen wir einen Blick auf die aktuellen Zahlen des Motorradmarktes und schicken mit der Yamaha RR125 eine moderne Offroad-Maschine ins Gelände.
Und weil der Blick nach vorn genauso spannend ist wie der zurück, wagen wir bereits einen Ausblick auf die EnduroGP 2027.
So unterschiedlich die Themen auch sein mögen, sie erzählen letztlich dieselbe Geschichte, von Menschen, Maschinen, Technik, Abenteuer und der Leidenschaft, die uns antreibt. Geschichten hinter den Geschichten. Motorräder hinter den Zahlen. Und immer mittendrin: die pure Lust am Fahren.

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe von Just Ride – und natürlich:
Just Ride - free as the wind

Uwe Laurisch

INHALT

 PEOPLE AND FACTS  

Was, wie und wo 

 ZEITREISE  

Ducati 450ccm von 1969

 VERGASER  

Im Fokus

 FAHRBERICHT  

SWM Binsen Pro

 MOTORRAD-MARKT  

Zulassungen

 OFFROADTEST  

Yamaha RR125

 AUSBLICK  

EnduroGP 2027

Nummer 07 | 2026

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Manchmal ist es Zeit, Dinge neu zu denken. Genau das haben wir mit dieser Ausgabe getan. Eure zahlreichen Rückmeldungen zur Nutzbarkeit des bisherigen Formats haben uns gezeigt, was eigentlich längst überfällig war. Just Ride nun anders in einem neuen Format.

Inhalt

PEOPLE AND FACTS

Rückruf - GasGas + Husqvarna

Bei Motocross-, Enduro- und Cross-Country-Modellen der Baujahre 2021–2024 mit Braktec-Bremsanlage ist eine Überprüfung der hinteren Bremssättel durch einen autorisierten GASGAS-Händler erforderlich. Gültig für alle Märkte. 

• Foto: Uwe Laurisch

Bei Motocross-, Enduro- und Cross-Country-Modellen der Baujahre 2021–2024 mit Braktec-Bremsanlage ist eine Überprüfung bzw. der Austausch des hinteren Bremssattels inklusive Halterung durch einen autorisierten GASGAS-Händler erforderlich. Die Maßnahme gilt weltweit für alle Märkte.

Grund dafür ist ein potenzielles Problem am hinteren Bremssattel. Unter bestimmten Fahrbedingungen kann es zu einer übermäßigen Belastung und in seltenen Fällen zum Bruch des Bauteils kommen.

Besitzer betroffener Motorräder werden gebeten, sich an einen autorisierten GASGAS-Händler zu wenden. Der Austausch ist kostenlos und darf ausschließlich durch einen autorisierten Händler durchgeführt werden.

Ob das eigene Motorrad betroffen ist, lässt sich online im Bereich „Service“ prüfen. Weitere Informationen zu autorisierten Händlern gibt es über die GASGAS-Händlersuche.

Mit dem Rückruf reagiert GASGAS vorsorglich auf die gemeldeten Fälle und stellt die Sicherheit und Zuverlässigkeit der betroffenen Motorräder sicher.

Stoppelcross-Revival 2026 in Großrückerswalde

Nach 30 Jahren kehrt das legendäre Stoppelcross des MSV Großrückerswalde zurück. Fahrer und Zuschauer erwartet ein actionreiches Motorsport-Wochenende mit Motocross-Rennen, Festival-Atmosphäre, Party und freiem Eintritt.

Highlights: zuschauerfreundliche Strecke, familiäres Fahrerlager, Camping, beheiztes Festzelt und Abendparty mit „Sunshine Project“.

 

Klassen: 50/65/85 ccm, MX1, MX2, Pro, Simson, Damen und Stoppellegenden. Die Nenngebühren liegen je nach Klasse zwischen 0 und 30 Euro.

Die Fahreranmeldung ist geöffnet. Die Plätze sind begrenzt.

Samstag: Ab 7 Uhr Abnahme, ab 9 Uhr Training, ab 10:40 Uhr Wertungsläufe.

Deutschlandpremiere: „Supermoto of Nations“ in St. Wendel

Vom 25. bis 27. September wird St. Wendel zum Treffpunkt der internationalen Supermoto-Elite. Bei der „Supermoto of Nations“ kämpfen Nationalteams aus aller Welt um den Weltmeistertitel. Anders als beim „GP of Germany“ zählt nicht die Einzelleistung, sondern das Teamergebnis.

Jüngster Fahrer im Team Germany - Local Hero Paul Müller freut sich auf sein Heimrennen.jp

Jüngster Fahrer im Team Germany - Local Hero Paul Müller freut sich auf sein Heimrennen • Foto: MaZZes_FotoMatrix

Je drei Fahrer treten für ihre Nation an. Am Samstag finden die Qualifikationen, am Sonntag drei entscheidende Läufe statt. Gewertet wird nach einem Punktesystem: Das Team mit den wenigsten Punkten gewinnt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem 16-jährigen Paul Müller aus Pfeffelbach, der als jüngster Fahrer für Team Germany startet.

Der anspruchsvolle Stadtkurs führt über Straßen, Parkplatz, Skateranlage und Offroad-Bereich und verspricht spektakuläre Rennen.

Parken & Camping

Für 5 Euro kann auf dem Festplatz in der Missionshausstraße geparkt werden. Ein Shuttle bringt Besucher direkt zum Wendelinuspark. Camper-Stellplätze für das gesamte Wochenende kosten 25 Euro.

Tickets

Tages- und Wochenendtickets gibt es online unter adac-saarland.de/supermoto oder vor Ort. Dort finden sich auch Infos zu Zeitplan und Streckensperrungen.

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Action und Adrenalin pur - die Supermoto of Nations in St. Wendel

 • Foto: MaZZes_FotoMatrix

| Flat Track | F R E I E S  T R A N I N G | 

FÜR EINSTEIGER UND FORTGESCHRITTENE 

Mit der Organisation eigener Trainingsangebote an verschiedenen Standorten, will unser Printmagazin - Bahnsport aktuell - künftig den Falt Track-Sport auch mit der Enduroklasse aktiv fördern. Dabei sollen sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Fahrer gezielt unterstützt werden, um diese Bereiche des Bahnsports nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln.

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Flat Track Racing – unbekanntes Terrain?
[ Infos hier ]

Wer bereits jetzt Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich gerne frühzeitig bei uns melden und sich einen Platz sichern.

Anmeldungen

| Flat Track | F R E I E S  T R A N I N G | FÜR EINSTEIGER UND FORTGESCHRITTENE | Haunstetten am 19. September und 17. Oktober

unter: Speedway-Team-timscheunemann@hotmail.de

Die Krise beim Fahrradkonzern Accell erreicht nun auch dessen deutsche Marken.

Nachdem die niederländische Muttergesellschaft Accell Group einen gerichtlichen Zahlungsaufschub erhalten hat, leiten auch Haibike, Ghost und Winora entsprechende Schritte ein.

Die traditionsreichen Fahrradhersteller beantragen Insolvenz in Eigenverwaltung und wollen damit ihre Sanierung selbstständig vorantreiben. Ziel ist es, die Unternehmen aus der Krise zu führen und ihnen langfristig wieder mehr Eigenständigkeit zu ermöglichen.

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| Das Simson-Rennen in Wellmutsweiler

3. Oktober 2026

Das Simson-Rennen in Wellmutsweiler ist unser großes, kultiges Grasbahnrennen für Simson-Mopeds und andere Spaß-/Motorsportfahrzeuge in der Nähe von Tettnang am Bodensee. Veranstaltet wird es vom MSC Langnau e.V.. Gefahren wird auf einer privaten Grasbahn in Wellmutsweiler und Sitz unseres Bahnsport aktuell Magazins.

Die Rennbahn wird in Fachkreisen auch „Immels Wiese“ genannt.

  • Typisch für das Event:

  • Simson-Rennen (Supercup & Nostalgieklassen)

  • Seitenwagenrennen

  • Kids-Klassen

  • Partyzelt + After-Race-Party mit der Fly Partyband

  • Viel DDR-Simson-Zweitakt-Nostalgie und ein Treffen der Schrauberszene

 

Das Ganze ist weniger ein offizieller Profi-Motorsport und mehr ein riesiges Moped-, Schrauber- und Motorsportfestival mit tausenden Besuchern und Fahrern aus nah und fern. 

​Bekannt ist das Rennen besonders in der süddeutschen Simson- und Zweitakt-Szene, weil:

  • viele stark umgebaute Simsons starten,

  • es eine Mischung aus Rennen und Volksfest ist,

  • und die Veranstaltung rund um den 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) stattfindet – was wegen der ostdeutschen Marke Simson symbolisch gut passt.

Eingeladen sind alle Simson Fahrer die einmal probieren möchten was ihr "Feuerstuhl" auf der Grasbahn so reist...

Alle Infos zum Rennen gibt es hier!

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ZEITREISE

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Die Ducati 450ccm von 1969

Ducati und Offroad – das gehört inzwischen zusammen. Die Italiener sind längst auch abseits des Asphalts unterwegs. Was allerdings nur die wenigsten wissen, Ducati betrat dieses Terrain nicht erst heute. Bereits 1969 wagten sich die Italiener ins Gelände.

Über die neuen Offroad-Modelle wurde in der Presse inzwischen reichlich geschrieben – rauf und runter, von allen Seiten beleuchtet. Genau deshalb ersparen wir uns an dieser Stelle eine weitere Vorstellung der aktuellen Modelle.

Wir drehen die Zeit lieber zurück. Ins Jahr 1969. Wir haben das damalige Modell gesucht – und tatsächlich gefunden. Grund genug, sich die historische Ducati nach halben Jahrhundert einmal genauer anzusehen .

 Ducati schreibt auf ihrer Homepage: "Geboren für den Wettkampf, entwickelt auf der Rennstrecke. Die Desmo450 MX ist das erste Ducati Motocross-Motorrad mit desmodromischer Steuerung, das die Renn-DNA von Borgo Panigale auch abseits der Straße in sich trägt. Leicht, kraftvoll, essentiell – sie vereint fortschrittliche Technologie und maximale Performance für Geschwindigkeit, Kontrolle und puren Adrenalinrausch." 
Daran wird sich wohl in Zukunft auch nichts ändern...

Die Ducati 450/T war schon damals das einzige Motocross-Motorrad, das mit desmodromischer Ventilsteuerung ausgestattet wurde.

Technische Daten

Baujahr: 1969
 

Hersteller: Ducati, Bolgna Italien
 

Motor: 450 ccm, Einzylinder Viertakt-Blockmotor OHC, Königswelle, desmodromische Ventilsteuerung
 

Leistung: 45 PS bei 6500 U/min

 Blick in die Firmengeschichte 

1926 begannen Antonio Ducati und die Söhne Adriano, Marcello und Bruno mit der Herstellung von Radioröhren und Kondensatoren.
Nach dem Krieg wurde das Elektrogeschäft wieder aufgenommen und parallel dazu sind im Werk Bologna die ersten kleinen Viertakt-Motoren gebaut worden, die an ein Fahrrad befestigt wurden mit dem Namen Cucciolo (kleiner Welpe).

Es wurde ein echter Verkaufsschlager.

60’000 Exemplare der ersten T 1 Serie fanden ihre Abnehmer. Damit begann die Erfolgsgeschichte von Ducati.

 

Im Jahre 1954 hatte die Firma mit der Einstellung des Ingenieurs Fabio Taglioni eine gute Wahl getroffen. Er entwickelte unter anderem die desmodromische Ventilsteuerung bis zur Vollendung.

 

Bei dieser Technik wird die Schliessung Ventile zwangsgesteuert.

Der leuchtend gelbe 450ccm Crosser wurde exklusiv für den amerikanischen Mark hergestellt.

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               •  Fotos: Motocross History Rolf Hässig

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VERGASER

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In unserem Technik-Teil der neuen Ausgabe
unseres Print-Magazins -
Bahnsport aktuell - haben wir das Thema Vergaser in den Fokus gestellt. Bei den heutigen Enduro, MX- oder Straßenmotorädern haben mittlerweile Einspritzungen Einzug gehalten. Im Speedwaysport haben Vergaser das sagen, aber dort geht der technische Fortschritt andere Wege.

Bei allen im Speedway eingesetzten Vergasern handelt es sich um Methanol-Flachschiebervergaser ohne herkömmliche Düsennadel. Diese stammen von MBR (Blixt), BZ (Bernd Zapf) und GM (Revolver Giuseppe Mazzotto).

Die ursprüngliche Düsennadel wurde bereits vor Jahren von MBR durch ein spezielles System ersetzt. Dabei wird die Kontur der Düsennadel über den Schieber und einen speziellen Mechanismus angesteuert.
Wie das funktioniert, wie so ein Vergaser von innen aussieht und was trotz fast gleicher Bauweise doch bei jedem anders ist, könnt ihr in der Bahnsport aktuell Ausgabe: 09/2026 lesen.

Beim hier abgebildeten BZ (Bernd Zapf)

Vergaser mit verstellbarer Hauptdüse 

ergeben sich Vorteile und Unterschiede zu weiteren Vergasern. Das erklären wir in der neuen Ausgabe der Bahnsport aktuell.

Bahnsport aktuell erscheint monatlich als Printmagazin seit 1971, es informiert über den Motorradsport in den Diziplinen Speedway, Eisspeedway, Grasbahn, Sandbahn und Flat Track.

Für ein Bahnsport aktuell 8.0-Abo gibt es zur Zeit ein spezielles Angebot (gültig bis 31.12.2026)

Jetzt das neue Bahnsport aktuell-Abo buchen und über 20 % im ersten Jahr sparen!!! Statt 63,00 Euro jetzt für 49,90 Euro, das sind pro Monat gerade mal 4,16 Euro.

Für alle die, die sich den Sport einmal anschauen möchten, haben wir alle Rennen die in der nächsten Zeit  laufen übersichtlich zusammen getragen.

FAHRBERICHT

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SWM Binsen Pro

Kompakt, steif und überraschend souverän

Wer das Bike über einen kleinen Parcours bewegt, merkt schnell, beim Handling spielt es seine Stärken aus. Es lässt sich präzise durch enge Passagen dirigieren und vermittelt auch bei höherem Kurventempo ein sehr gutes Gefühl. In langgezogenen Kurven und Anliegern macht sich allerdings der kurze Radstand bemerkbar – hier wird das kompakte Konzept spürbar.
 

 Bereits ab 15 Jahren mit dem AM-Führerschein fahrbar oder ganz einfach mit dem Autoführerschein (Klasse B).

Stabilität als klare Stärke

Besonders positiv fällt der Rahmen auf. Im direkten Fahreindruck wirkt er deutlich stabiler und steifer als das, was man von einigen chinesischen Wettbewerbern wie Sur-Ron oder Talaria kennt. Gleichzeitig bleibt das Bike gutmütig und lässt sich auch bei höherem Tempo sauber durch Kurven bewegen.
Das Fahrwerk passt grundsätzlich sehr gut zum Konzept. Für kleine Sprünge, Anlieger und einen typischen Parcours-Einsatz liefern die Stoßdämpfer ausreichend Reserven. Wer das Bike allerdings regelmäßig auf längeren und anspruchsvolleren Strecken bewegen möchte, dürfte sich etwas mehr Performance wünschen. Eine Überarbeitung des Fahrwerks wäre hier der nächste logische Schritt.

Fahrwerk

Das Fahrwerk passt grundsätzlich sehr gut zum Konzept. Für kleine Sprünge, Anlieger und einen typischen Parcours-Einsatz liefern die Stoßdämpfer ausreichend Reserven. Wer das Bike allerdings regelmäßig auf längeren und anspruchsvolleren Strecken bewegen möchte, dürfte sich etwas mehr Performance wünschen. Eine Überarbeitung des Fahrwerks wäre hier der nächste logische Schritt.

Bremsen mit Licht und Schatten

Die Bremsanlage selbst überzeugt: Sie packt kräftig zu, bleibt dabei aber gut kontrollierbar. Eine interessante Frage bleibt, ob sich zusätzlich eine klassische Fußbremse integrieren lässt.

Deutlicher Verbesserungsbedarf besteht dagegen bei den Bremsgriffen vorne und hinten. Diese wirken qualitativ nicht auf dem Niveau des restlichen Bikes und sollten durch hochwertigere Komponenten ersetzt werden.

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Auch bei den Rädern gibt es keinen Grund für Experimente. Die Kombination aus Reifen- und Felgengröße passt sehr gut zum Bike und sollte aus meiner Sicht unverändert bleiben.

Kleine Änderungen, große Wirkung

Bei der Ergonomie könnte eine kleine Lenkererhöhung noch etwas mehr Komfort bringen. Die Position ist für schnelle Kurven bereits tief genug – etwas mehr Höhe am Lenker würde die Sitzposition entspannen, ohne die Vorteile der tiefen Kurvenposition zu beeinträchtigen.

Ein weiterer Punkt ist die Akkuklappe. Beim Öffnen kommt es immer wieder zu kleineren Problemen. Hier wäre eine einfache konstruktive Überarbeitung wünschenswert, damit der Zugang zum Akku künftig zuverlässiger und unkomplizierter funktioniert.

Leistung ohne Schwächen

Bei der Motorleistung gibt es wenig zu kritisieren. Die Power ist ausreichend und steht über den gesamten Fahrbereich zur Verfügung. Auch der Akku hinterlässt einen guten Eindruck: Die Leistung bleibt während der Fahrt konstant, während die Kapazität nachvollziehbar und gleichmäßig abnimmt.

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Der Akku lässt sich nach dem Öffnen der Klappe, ohne Werkzeug ein- und ausbauen. 

Der Nummerntafel-Träger ist Geschmackssache, mit ein bisschen Geschick, lässt sich dieser aber auch am oberen Schutzblech befestigen.

Fazit - SWM Binsen Pro

Unterm Strich präsentiert sich das Bike als sehr stimmiges Gesamtpaket. Stabiler Rahmen, gutes Handling, ausreichend Leistung und eine überzeugende Bremsanlage bilden die größten Pluspunkte.

Das größte Potenzial für Verbesserungen liegt bei den Bremsgriffen, der Ergonomie und dem Zugang zum Akku. Wer das Bike darüber hinaus auf größeren und anspruchsvolleren Strecken einsetzen möchte, sollte auch das Fahrwerk genauer unter die Lupe nehmen.

Für den Einsatz auf kleinen Parcours ist die Abstimmung dagegen bereits sehr gelungenkompakt, direkt und überraschend souverän.
 

  Text: Imanuel Schramm; Foto: SWM, Uwe Laurisch

Informationen zu technischen Daten, Preisen und weitern Modellen unter: bei eurem
Händler oder auf der Homepage von SWM Binsen

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MOTORRAD-MARKT

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Zulassungen

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125er-Markt 2026: Die kleinen Motorräder sind zurück

Der 125er-Markt in Deutschland kommt wieder in Bewegung. Von Januar bis Ende Juli 2026 wurden 17.472 Leichtkrafträder bis 125 Kubikzentimeter und 15 PS (11 kW) neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 4.522 Fahrzeugen beziehungsweise 34,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem lediglich 12.950 Neuzulassungen registriert wurden.

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•  Foto: Uwe Laurisch

Ganz so spektakulär, wie die Zahl auf den ersten Blick wirkt, ist die Entwicklung allerdings nicht. Der ungewöhnlich niedrige Wert aus dem Jahr 2025 hatte dem Wechsel von Euro 5 auf Euro 5+ zum Jahreswechsel 2024/2025 als Hintergrund. Viele Fahrzeuge wurden noch vor Inkrafttreten der neuen Abgasnorm zugelassen, während der Markt im Anschluss entsprechend einbrach. Umso interessanter ist deshalb der Blick auf die längerfristige Entwicklung. Hier deutet sich inzwischen eine Stabilisierung des 125er-Segments an. Die kleinen Motorräder scheinen sich nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre wieder auf einem verlässlicheren Niveau einzupendeln.

Auch bei den Marken ist Bewegung ins Feld gekommen. Hinter Yamaha, Honda und Aprilia rückt Beta (SX 125) kräftig nach vorn. Der italienische Hersteller verkaufte von Januar bis Ende Juli 699 Bikes und sicherte sich damit Rang vier. Inzwischen vor KTM mit 565 verkaufter Duke 125 Modellen auf Platz fünf folgt.


Der deutsche 125er-Markt wird aber längst nicht mehr ausschließlich von den traditionellen großen Motorradmarken bestimmt. Für Käufer von 125ern bedeutet das eine größere Auswahl – und für die etablierten Marken wachsenden Wettbewerb. Besonders Beta, Stark und Benda setzen dabei neue Akzente.
Der kleine Motorradmarkt ist jedenfalls wieder deutlich lebendiger.

Was als Feierabendrunde begann, ist längst mehr: Unser eigenes 125er-Abenteuer wächst mit jedem Kilometer – über Stadtgrenzen und über das vorher gedachte hinaus.Natürlich bleibt es 125er-typisch: drehzahlfreudig, schaltintensiv, manchmal auch grenzwertig. Aber genau das macht’s aus. Wir begegnen allem was kommt, mit einem breiten Grinsen unterm Helm...Die Feierabendrunde ist Einladung und Inspiration zugleich:  Für alle, die Bock auf NEUES haben... 

OFFROADTEST

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Yamaha RR125  im Gelände

Zweiradsport Meine: Yamaha RR 125 im Gelände​​

Die Yamaha RR 125 trägt ihre Offroad-Gene bereits optisch selbstbewusst zur Schau.

Doch kann die kleine 125er auch abseits befestigter Wege halten, was ihr Auftritt verspricht? Wir haben sie ins Gelände geschickt – und waren dabei durchaus überrascht.

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Fahrwerk: Mehr Reserven als erwartet​

215 Millimeter Federweg an der Front und 187 Millimeter am Heck – das serienmäßige Fahrwerk der RR 125 bietet ordentliche Reserven. Für unseren Geländetest blieb es unverändert und zeigte sich sowohl auf Waldwegen als auch auf unserer hauseigenen Motocross-Strecke von seiner überzeugenden Seite.
Auch gröberes Geläuf bringt das Fahrwerk nicht sofort aus der Ruhe. Die RR 125 vermittelt dabei jederzeit ausreichend Kontrolle und bleibt auch bei schnellerer Gangart gut beherrschbar.

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Handling: Leichtfüßig durchs Gelände​

Gerade in engen Streckenabschnitten spielt die RR 125 ihre Stärken aus. Sie lässt sich leicht umsetzen und präzise durch Kurven und technische Passagen dirigieren.
Beim typischen stehenden Enduro-Fahren passt die Ergonomie. Die Sitz- und Lenkerposition vermittelt Sicherheit und gibt dem Fahrer das nötige Vertrauen, auch wenn der Untergrund anspruchsvoller wird.

Der nachträglich verbaute Gripper-Sitzbankbezug bringt  zusätzlich Gripp auf dem Bike

14,5 PS – genug oder zu wenig?​

Mit serienmäßigen 14,5 PS sind dem Vortrieb natürlich Grenzen gesetzt. Trotzdem lässt sich die RR 125 auf Wald- und Feldwegen erstaunlich flott bewegen.
Das auf dem Papier geringe Gewicht fühlte sich zu Beginn etwas schwerer an als erwartet. Mit der richtigen Gangwahl und ausreichend Drehzahl meistert die kleine Yamaha aber auch moderate Steigungen problemlos.
In technischen Abschnitten reichen die 14,5 PS durchaus aus. Anders sieht es bei tiefem Sand oder steilen Auffahrten aus. Hier wird deutlich, dass der 125er-Motor irgendwann an seine Grenzen kommt. Mehr Leistung würde an diesen Stellen zweifellos helfen.

Die zusätzlich verbaute Arrow-Anlage (Krümmer, Hitzeschutz und Endtopf) klingt wie eine "Große", aber hält keine Mehrleistung bereit

Reifen: Grip kann nie schaden?​

Unser Testbike von Zweiradsport Meine war für den Geländeeinsatz nicht mehr mit der Serienbereifung unterwegs. Stattdessen kamen MX-Reifen zum Einsatz – ganz nach dem Motto:

Grip schadet nicht.


Für den von der RR 125 eigentlich vorgesehenen Einsatzzweck halten wir diese Bereifung allerdings nicht unbedingt für notwendig.

 

Beim anstehenden Alltagstest werden deshalb wieder die serienmäßigen Reifen montiert – nicht zuletzt auch aus zulassungsrechtlichen Gründen.

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Bremsen: ABS mit Überraschungseffekt​

Auch das ABS hinterließ im Gelände einen positiven Eindruck. Zwar greift es vergleichsweise früh ein, funktioniert dabei aber erstaunlich gut.
Gerade bei Abfahrten auf losem Untergrund kann das für Einsteiger ein echter Vorteil sein und bietet zusätzliche Sicherheit. Es verhindert, dass ein zu beherzter Griff zur Bremse direkt zum Kontrollverlust führt.

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• Fazit: Alltagstauglich? Aber mit Offroad-Talent​

Die RR 125 ist in erster Linie für den Alltag gebaut. Im moderaten Gelände findet unsere Zweiradsport Meine Yamaha RR 125 allerdings eine Art zweite Heimat.
Sie ist keine Wettbewerbs-Enduro, auch wenn sie optisch durchaus gerne diesen Eindruck vermittelt. Dafür punktet sie mit einem gut funktionierenden Fahrwerk, einfachem Handling und ausreichend Leistung für viele typische Offroad-Situationen.
Wer Wald- und Feldwege erkunden, technische Passagen ausprobieren oder einfach einmal abseits des Asphalts unterwegs sein möchte, bekommt mit der kleinen Yamaha durchaus ein überraschend fähiges Gesamtpaket.

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Was kommt als Nächstes? ​

Der Geländetest war erst der Anfang. Als Nächstes steht der Alltagstest unserer Zweiradsport Meine Yamaha RR 125 auf dem Programm.
Doch danach wollen wir wissen, was die kleine 125er auf einem ganz anderem "Spielplatz" kann. Wir möchten sie zu den von Bahnsport aktuell
am 19. September und 17. Oktober in Haunstetten organisierten Flat-Track-Trainings mitnehmen und dort als Einsteiger-Bike einsetzen.

Reichen die 14,5 PS auch für Flat Track?
Ihr werdet es hier erfahren.
 

  Text: Imanuel Schramm; Fotos: Uwe Laurisch

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Selettra SML - 12V

Das Lichtgeneratorsystem ist zum Erzeugen von Ladung für eine Bleibatterie oder zum Betreiben von Beleuchtungssystemen oder anderen Geräten, die elektrischen Strom benötigen, konzipiert.

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AUSBLICK

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EnduroGP
2027

Die Sieger 2026: Steve Holcombe | Josep Garcia | Andrea Verona 

Acht Läufe, fünf Länder und ein neues Abenteuer​

Die EnduroGP-Weltmeisterschaft geht 2027 mit einem spannenden Kalender an den Start. Von April bis Oktober stehen acht WM-Läufe in fünf Ländern auf dem Programm – darunter ein ganz besonderer Neuzugang, die Isle of Man.

Den Saisonauftakt bildet Spanien. Gleich zweimal geht es im April auf die iberische Halbinsel. Valverde del Camino feiert seine Premiere im EnduroGP-Kalender, bevor die Serie Ende April nach Oliana zurückkehrt. Dort gastierte die Weltmeisterschaft bereits 2025 und 2026.

Im Juni zieht der EnduroGP-Tross weiter nach Fafe in Portugal. An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden werden dort die Läufe drei und vier ausgetragen. Das weitläufige Gelände verspricht unterschiedliche Streckencharaktere und anspruchsvolle Sonderprüfungen – beste Voraussetzungen für packenden Endurosport.

Italien eröffnet die zweite Saisonhälfte

Anfang Juli steht mit dem GP von Italien in Carpineti ein echter Klassiker auf dem Programm. Anspruchsvolles Terrain und die traditionell leidenschaftlichen italienischen Enduro-Fans machen den fünften Saisonlauf zu einem der Höhepunkte des Jahres.

Nur wenige Wochen später wartet eine Premiere. Die Isle of Man empfängt die EnduroGP erstmals überhaupt. Ende Juli macht die Weltmeisterschaft auf der legendären Motorradinsel Station. Für Fahrer und Fans dürfte dieser Lauf damit zu den wohl außergewöhnlichsten Events der Saison 2027 werden.

Finale in Griechenland

Zum Abschluss geht es im Oktober nach Griechenland. Nach einer Pause seit 2019 kehrt die EnduroGP dorthin zurück. Zwei Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenenden bilden den Showdown der Saison.

Beim siebten und achten Lauf werden schließlich die Weltmeistertitel 2027 vergeben.

Parallel zur EnduroGP geht auch die Expotrade FIM Women’s Enduro World Championship an den Start. Die Frauen-Weltmeisterschaft umfasst sechs Läufe und wird bei den Rennen in Spanien, Portugal, auf der Isle of Man und in Griechenland ausgetragen.

2027 Paulo Duarte FIM EnduroGP World Championship

  • Round 1: GP of Spain — Valverde del Camino — 2-4 April

  • Round 2: GP of Spain II — Oliana — 23-25 April

  • Round 3: GP of Portugal — Fafe — 11-13 June

  • Round 4: GP of Portugal II — Fafe — 18-20 June

  • Round 5: GP of Italy — Carpinetti — 2-4 July

  • Round 6: GP of Isle of Man — Douglas — 30 July - 1 August

  • Round 7: GP of Greece — TBA —15-17 October

  • Round 8: GP of Greece II — TBA — 22-24 October 

2027 Expotrade FIM Women's Enduro World

 

  • ChampionshipRound 1: GP of Spain II — Oliana — 23-25

  • AprilRound 2: GP of Portugal — Fafe — 11-13 June

  • Round 3: GP of Portugal II — Fafe — 18-20 June

  • Round 4: GP of Isle of Man — Douglas — 30 July - 1 August

  • Round 5: GP of Greece — TBA —15-17 October

  • Round 6: GP of Greece II — TBA — 22-24 October 

  Quelle: EnduroGPFotos: Future7Media, Prime Stdium

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