

MOTORRADMAGAZINE
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ZWEI oder DREI
JUST RIDE | RÄDER ROLLEN
Was, wie und wo.
Manchmal sind es die großen Geschichten, die uns packen. Und manchmal reicht ein kleiner Moment, ein Motor, der anspringt, ein Reifen, der mehr kann als gedacht, eine neue Strecke, die entdeckt werden will – oder ein Mensch, der für zwei Räder einfach alles gibt.
Genau darum geht es in dieser Ausgabe von Just Ride. Um Menschen und Maschinen, um Erfahrungen und Fakten, um Vermutungen, Tests und vor allem um die Freude daran, Dinge selbst auszuprobieren.
Wir schauen genauer hin: Was funktioniert wirklich? Wie fühlt es sich an? Und wo muss man eigentlich gewesen sein, wenn man Benzin im Blut hat?
Wir schicken die Yamaha RR125 auf den Flat Track und finden heraus, was in ihr steckt. Staub, Slides und jede Menge Fahrspaß inklusive.
Beim Training treffen wir Eva und begleiten sie aufs Oval. Denn schneller werden passiert nicht einfach so. Es braucht Übung, Mut, Technik – und manchmal auch die Bereitschaft, eine Runde mehr zu fahren, als man eigentlich vorhatte.
Und dann wird es laut, dreckig und ganz sicher nicht langweilig: Beim Simson-Rennen auf Immels Wiese zählt am Ende vielleicht nicht nur die schnellste Zeit. Hier geht es um Gemeinschaft, Kampfgeist und die ganz besondere Mischung aus Wahnsinn und Leidenschaft, die solche Rennen ausmacht.
Also: Helm auf, Motor an und rein ins neue Heft.
Just Ride. Mehr muss man eigentlich nicht sagen.
Viel Spaß mit der neuen Ausgabe - Just Ride - free as the wind
Uwe Laurisch
INHALT

Was, wie und wo
Vermutung
Yamaha RR125
Eva und das Oval
Auf Immels Wiese
Nummer 08 | 2026



PEOPLE AND FACTS

100. Ausgabe der FIM 6DAYS Enduro of Nations
Red Bull KTM Factory Racing-Fahrer Josep Garcia und Andrea Verona sind bereit für die 100. Ausgabe der FIM 6DAYS Enduro of Nations. Die Veranstaltung findet vom 12. bis 17. Oktober in Grândola, Portugal, statt. Garcia wird für das Team Spanien in der Herren-Welttrophy-Klasse auf seiner KTM 250 EXC-F antreten, während Verona in derselben Klasse für das Team Italien auf seiner KTM 450 EXC-F an den Start geht.

• Foto: KTM
Garcia geht mit dem Ziel in die 100. 6DAYS, seine beeindruckende Erfolgsserie bei dieser Veranstaltung fortzusetzen. Der Spanier hat in den vergangenen fünf Jahren jeweils den Gesamtsieg in der Einzelwertung geholt, darunter 2025 seinen rekordverdächtigen fünften Sieg in Folge. Da er mit dem Team Spanien bislang noch nie die World Trophy gewinnen konnte, will Josep seiner beeindruckenden Titelsammlung nun auch einen Teamsieg hinzufügen und gleichzeitig den sechsten Gesamtsieg in Folge anstreben.
Auch die Saison 2026 verlief für Garcia erneut herausragend. Der Spanier reist mit einer starken Form nach Portugal. Der KTM-Fahrer gewann sowohl die EnduroGP- als auch die Enduro1-Weltmeisterschaft und sicherte sich damit seine Weltmeistertitel Nummer acht und neun. Nun möchte er diesen Schwung mit in die 6DAYS nehmen und weitere Erfolge feiern.
Verona wird als Teil des italienischen World-Trophy-Teams zur 6DAYS zurückkehren und versuchen, die Trophäe zu verteidigen, zu deren Gewinn er 2025 auf heimischem Boden beigetragen hat. Der Italiener wurde im vergangenen Jahr außerdem Zweiter in der Einzelwertung hinter Garcia. Damit hat er für die diesjährige Veranstaltung ein klares Ziel: Er möchte noch einen Schritt weitergehen und den Gesamtsieg in der Einzelwertung holen.
Als frischgebackener FIM-Enduro2-Weltmeister reist Verona nach Portugal. Er blickt auf eine beeindruckende EnduroGP-Saison zurück, in der er in der Gesamtwertung ebenfalls hinter seinem Teamkollegen den zweiten Platz belegte. Andrea gewann damit seinen neunten Weltmeistertitel und ist gemeinsam mit Josep der dritterfolgreichste Fahrer in der Geschichte der EnduroGP.
KTM wird bei der 6DAYS 2026 stark vertreten sein. Allein in den World-Trophy-Teams gehen 47 KTM-Fahrer an den Start.
Darunter befinden sich 26 Fahrer in der Herren-Welttrophy, sieben in der Damen-Welttrophy und 14 in der Junior-Welttrophy. Zum Aufgebot gehören auch die FMF KTM Factory Racing-Fahrer Dante Oliveira, Grant Davis, Johnny Girroir und Brandy Richards. Über alle Kategorien hinweg, einschließlich der Club Team Awards, werden insgesamt 176 Fahrer auf KTM-Motorrädern antreten.
Die 100. FIM 6DAYS Enduro of Nations findet vom 12. bis 17. Oktober in Grândola, Portugal, statt. Zum 100-jährigen Jubiläum der traditionsreichen Veranstaltung werden die weltbesten Enduro-Fahrer sechs Tage lang auf einer anspruchsvollen Mischung unterschiedlicher Strecken und Untergründe gegeneinander antreten. Dabei werden die World Trophy, Junior World Trophy, Women’s World Trophy sowie die Einzelwertungen ausgetragen.
Josep Garcia:
„Es ist immer ein Traum, bei der 6DAYS an den Start zu gehen, und auch in diesem Jahr ist es nicht anders. Ich fühle mich auf dem Motorrad wirklich gut und habe viel Freude am Fahren, deshalb freue ich mich sehr darauf, dass es endlich losgeht. Mein erstes Ziel ist es, mit Spanien um die World Trophy zu kämpfen, denn das ist das Einzige, was in meiner Karriere noch fehlt. Natürlich möchte ich auch um den Einzelsieg kämpfen, aber über die Rekorde mache ich mir wirklich nicht allzu viele Gedanken. Ich möchte einfach Spaß haben, jeden Tag 100 Prozent geben und um alles kämpfen. Die 6DAYS ist immer eine besondere Veranstaltung, bei der alle Länder zusammenkommen, und die Atmosphäre ist anders als bei jedem anderen Rennen. Ich freue mich sehr, auch dieses Jahr wieder dabei zu sein, und hoffe, die Saison mit einem weiteren großartigen Ergebnis abzuschließen.“
Andrea Verona:
„Für mich ist es immer großartig, bei der 6DAYS zu fahren. Es ist eine Veranstaltung, die ich aus vielen Gründen sehr genieße: das Format, mein Land zu vertreten und die Tatsache, dass es nicht nur um ein einzelnes Rennen geht. Natürlich fahren wir alle für uns selbst, aber anschließend fließen die Ergebnisse in die Teamwertung ein. Ich genieße es sehr, die gesamte Woche mit meinen Teamkollegen zu verbringen – von den Spuren und Rennen bis hin zu all den Gefühlen und Emotionen. Das macht diese Veranstaltung wirklich einzigartig. Dieses Jahr ist sie noch besonderer, weil es die 100. Ausgabe ist und wir als World-Trophy-Sieger des vergangenen Jahres zurückkehren. Das ist wirklich cool. Ich freue mich sehr auf die Rennen in Portugal. Ich möchte um den Gesamtsieg in der Einzelwertung kämpfen, der mir noch fehlt, und natürlich werden wir auch alles geben, um die World Trophy in den Händen Italiens zu behalten.“
Fabio Farioli – Teammanager Red Bull KTM Factory Racing Enduro:
„Josep und Andrea gehen beide mit sehr klaren Zielen in die 6DAYS. Josep hat bei dieser Veranstaltung mit fünf Siegen in Folge eine unglaubliche Bilanz vorzuweisen, aber die World Trophy mit Spanien fehlt ihm noch. Deshalb weiß ich, wie motiviert er sein wird, sowohl für das Team als auch für das individuelle Ergebnis zu kämpfen. Auch Andrea hat nach seinem Beitrag zum World-Trophy-Sieg Italiens im vergangenen Jahr ein großes Ziel. Er weiß, was es braucht, um als Team zu gewinnen, und nachdem er 2025 den zweiten Platz in der Einzelwertung erreicht hat, wird er dieses Jahr alles daransetzen, noch einen Schritt weiterzugehen. Beide kommen aus sehr starken EnduroGP-Saisons, daher freuen wir uns darauf zu sehen, was sie in Portugal erreichen können.“
• Text: KTM
Motocross of Nations 2026
Beim Motocross of Nations 2026 in Ernée (Frankreich) sorgte Belgien vor 105.000 Zuschauern für eine Überraschung und gewann erstmals seit 2013 wieder die Teamwertung.
Lucas Coenen wurde Dritter in der MXGP, sein Bruder Sacha Coenen ebenfalls Dritter in der MX2. Gemeinsam mit Liam Everts sicherten sie Belgien den Sieg.

Lucas Coenen • Foto: KTM
Jorge Prado gewann die MXGP-Wertung und führte Spanien zum zweiten Platz – dem ersten Podium für Spanien beim Motocross of Nations.
Die Niederlande wurden Dritter, die USA Fünfter und Italien mit Andrea Adamo Sechster. Adamo fuhr im ersten Lauf auf Platz 2, musste den zweiten Lauf jedoch nach einem Sturz und einem beschädigten Kühler aufgeben.
Das Motocross of Nations 2027 findet am 9. und 10. Oktober auf dem TT Circuit Assen in den Niederlanden statt.
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Acht Rennwochenenden in drei Ländern
Gemeinsame Veranstaltungen mit der AUNER HardEnduroSeries Germany und dem SAE sowie ein neuer Austragungsort: Der ECHT Endurocup hat seinen vorläufigen Kalender für 2027 vorgestellt.
Die Saison umfasst von April bis September acht Rennwochenenden in Deutschland, Polen und Tschechien. Der Auftakt findet am 17./18. April in Großlöbichau statt, das Finale Ende September erneut in Döbritz.
Ein Highlight ist das Wochenende am 12./13. Juni in Meltewitz. Dort treten ECHT Endurocup, AUNER HESG und SAE gemeinsam an. In Reetz ist ebenfalls eine gemeinsame Veranstaltung mit dem SAE geplant.
Bereits am 1./2. Mai geht es nach Bembenik in Polen. Damit bietet der Kalender erneut eine abwechslungsreiche Mischung aus deutschen und internationalen Rennen.
Die Saison erstreckt sich über mehr als fünf Monate und verspricht unterschiedliche Strecken, Böden und Rennbedingungen.
SuperEnduro-Weltmeisterschaft
Am 9. Januar 2027 gastiert die SuperEnduro-Weltmeisterschaft erneut in der WT Energiesysteme Arena Riesa. Der „SuperEnduro Grand Prix of Germany“ ist der zweite WM-Lauf der Saison 2026/2027.
Der Ticketvorverkauf startet am 1. Oktober um 10 Uhr. Tickets gibt es direkt hier: https://www.etix.com/ticket/p/43752060
Da die Veranstaltung in den vergangenen Jahren schnell ausverkauft war, lohnt sich eine frühzeitige Bestellung. Die regulären Ticketpreise bleiben nahezu unverändert, lediglich die VIP-Tickets wurden angepasst.
Die regulären Ticketpreise bleiben nahezu unverändert, lediglich die VIP-Tickets wurden angepasst. Veranstalter Daniel Auerswald erwartet erneut eine volle Arena und freut sich auf ein großes Motorsportfest mit den Fans.
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In unserem Technik-Teil der neuen Ausgabe
unseres Print-Magazins - Bahnsport aktuell - haben wir das Reifen in den Fokus gestellt, mit folgender Schlagzeile.
Das ist der (wahrscheinliche) Grund warum es Ligareifen in Großbritannien gibt.
Nachzulesen in unserer Ausgabe 10/2026
Früher kostete ein Reifen zwischen 20,- und 25,- DM, heute muss man zwischen 75,- und 110,- Euro ausgeben.
REIFEN

Bahnsport aktuell erscheint monatlich als Printmagazin seit 1971, es informiert über den Motorradsport in den Diziplinen Speedway, Eisspeedway, Grasbahn, Sandbahn und Flat Track.
Für ein Bahnsport aktuell 8.0-Abo gibt es zur Zeit ein spezielles Angebot (gültig bis 31.12.2026)
Jetzt das neue Bahnsport aktuell-Abo buchen und über 20 % im ersten Jahr sparen!!! Statt 63,00 Euro jetzt für 49,90 Euro, das sind pro Monat gerade mal 4,16 Euro.
Für alle die, die sich den Sport einmal anschauen möchten, haben wir alle Rennen die in der nächsten Zeit laufen übersichtlich zusammen getragen.
FLAT TRACK
TEST

Zweiradsport Meine: Yamaha RR 125

Nachdem die 125er gezeigt hat das sie "Gelände" kann , haben wir sie diesmal ins Oval geschickt. Dazu haben wir uns Eva Täuber bekannt aus der Hardenduro-Szene eingeladen.
Für das Bike ein neuer Spielplatz aber auch für Eva.
Yamaha RR125 im Oval

Mit der 125er ins Flat Track – Einstieg ohne Spezialbike
Flat Track ist eine faszinierende Trendsportart, die längst nicht nur mit speziell aufgebauten Rennmaschinen betrieben werden muss. Unser Test zeigt, der Einstieg kann deutlich einfacher und kostengünstiger sein, als viele denken.
Mit einer fast serienmäßigen Yamaha 125er Enduro haben wir ausprobiert, wie sich ein Motorrad, das im Alltag als ganz normales Nutzfahrzeug eingesetzt wird, auch sportlich auf der Flat-Track-Strecke bewegen lässt.
Das Besondere daran:
Es braucht kein teures Spezialbike
und keinen aufwendigen Umbau,
um erste Erfahrungen in diesem Sport zu sammeln.
Gerade für Einsteiger bietet dieses Konzept einen großen Vorteil. Wer bereits eine 125er besitzt, kann mit seinem alltäglichen Motorrad den Schritt auf die Rennstrecke wagen und dabei ohne große Investitionen herausfinden, ob Flat Track der richtige Sport ist. Das Motorrad, mit dem man täglich unterwegs ist, wird plötzlich zum Sportgerät.
Und auch die Leistung ist kein Hindernis, denn mir den serienmäßigen 15 PS funktioniert Flat Track erstaunlich gut. Statt maximaler Motorleistung stehen Fahrtechnik, Linienwahl, Kurvenspeed und das kontrollierte Rutschen im Vordergrund. Genau das macht den Sport auch für Einsteiger interessant.
Vielleicht wäre es deshalb an der Zeit, über eine offizielle Einsteigerklasse für serienmäßige 125er Motorräder mit einer Leistungsgrenze von 15 PS nachzudenken. Eine Klasse, in der möglichst wenig verändert werden darf und in der vorhandene Serienmotorräder gegeneinander antreten.
Ein solches Konzept könnte die Einstiegshürde in den Flat Track deutlich senken: kein Spezialbike, keine hohen Anschaffungskosten – einfach mit der eigenen 125er loslegen und den Sport ausprobieren. Denn vielleicht braucht es für den Einstieg in eine neue Trendsportart gar nicht mehr als das Motorrad, das ohnehin schon in der Garage steht.

Im Vorstartbereich waren die anderen Fahrer völlig locker und das Nummernschild am Bike war vielleicht das Einzige was für ein wenig Verwunderung sorgte.

Nach dem ersten herantasten an das neue Spielfeld hatte Eva sichtlich Spaß mit der Kleinen auch wenn sie später auf ihr persönliches Wettkampfbike umstieg.

Obwohl Eva offensichtlich viel Erfahrung auf dem Motorrad mitbrachte, wirkte der erste Kontakt mit dem Geläuf sichtlich ungewohnt. Als Zuschauer konnte man aber gut erkennen, wie sehr sich das Fahrgefühl von Runde zu Runde verändert. Das Motorrad durfte sich im Sand viel mehr bewegen, während gleichzeitig der eigene Körper eine ganz andere Rolle spielte. Man hatte fast das Gefühl, ihr beim Umdenken zusehen zu können. Doch mit jeder Runde kam mehr Sicherheit – und vor allem immer mehr Spaß. Gerade dieser Moment, in dem ein erfahrener Fahrer plötzlich wieder zum Anfänger wird und etwas völlig Neues lernen muss, war aus Zuschauersicht besonders interessant.
Und genau das machte den Reiz aus, zu sehen, wie aus anfänglicher Unsicherheit Neugier, Vertrauen und schließlich pure Freude am Fahren wurde. Und das war an ihrem Gesichtsausdruck am Schluss deutlich zu sehen.

Die Zweiradsport Meine Yamaha RR 125 beweist eindrucksvoll, dass eine 125er weit mehr sein kann als nur ein zuverlässiger Begleiter für den Alltag. Mit ihrem starken Look zieht sie bereits alle Blicke auf sich – doch ihre Vielseitigkeit zeigt sich erst richtig abseits der Straße. Ob Offroad oder im Flat Track: Diese Yamaha ist bereit für mehr!
Entdeckt in den vergangenen Ausgaben weitere spannende Themen zur Zweiradsport Meine Yamaha RR 125

Was kommt als Nächstes?
Im nächsten Stepp werden wir die Yamaha RR 125 im ganz normalen Alltag bewegen... und das könnt ihr bald hier lesen.
• Text/Fotos: Uwe Laurisch
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Das Lichtgeneratorsystem ist zum Erzeugen von Ladung für eine Bleibatterie oder zum Betreiben von Beleuchtungssystemen oder anderen Geräten, die elektrischen Strom benötigen, konzipiert.
FLAT TRACK TRAINING

Bahnsport aktuell-Chef Imanuel Schramm bei der Begrüßung der Teilnehmer und der anschließenden Fahrerbesprechung
| Flat Track | F R E I E S T R A N I N G |
FÜR EINSTEIGER UND FORTGESCHRITTENE
Mit der Organisation eigener Trainingsangebote an verschiedenen Standorten, wollen wir und unser Printmagazin - Bahnsport aktuell - künftig den Falt Track-Sport auch mit der Enduroklasse aktiv fördern.
Das erste Training fand am 19. September in Haunstetten statt. Um nun auch für uns eine echte Einschätzung zu bekommen haben wir Eva Täuber die eigentlich ihre Heimat in der Hardenduro-WM hat, dazu eingeladen. Aus ihrer Sicht zieht Sie an dieser Stelle ein ungeschminktes Fazit zu unserem Training, welches weit über das Flat Track hinaus ging.


Einmal links herum – mein erster Ausflug auf die Sandbahn
Normalerweise fühle ich mich dort wohl, wo es steil, steinig und technisch wird. Ich fahre Hard Enduro und bin in diesem Jahr in der Weltmeisterschaft unterwegs. Mit Sandbahn beziehungsweise Flat Track hatte ich dagegen bisher überhaupt keine Erfahrung.
Uwe von Just Ride hatte mich nach Hausstetten eingeladen. Dort fand an diesem Tag ein freies Training statt, bei dem er vor Ort war – und da die Strecke für mich quasi ums Eck liegt, bot es sich perfekt an, unseren Termin für ein Fotoshooting, ein persönliches Kennenlernen und einen entspannten Plausch damit zu verbinden.
Aus dem geplanten Kennenlernen wurde dann allerdings ziemlich schnell auch ein Kennenlernen mit der Sandbahn.
Irgendwann kam die Frage:
„Hast du Bock, selbst mal zu fahren?“
Imanuel Schramm und Eva Täuber
Wer mich kennt, weiß: Ich probiere gerne neue Sachen aus, liebe Adrenalin und bin eigentlich immer neugierig darauf, etwas auszuprobieren, das ich noch nie gemacht habe. Die Antwort war also ziemlich schnell klar.
Kurze Zeit später saß ich auf einer 125er Yamaha und rollte zum ersten Mal auf eine Sandbahn. Anschließend durfte ich das Ganze auch noch mit meiner eigenen 300er Zweitakt-Enduro ausprobieren.
Meine Gedanken: bloß nicht stürzen und vor allem Finger weg von der Vorderradbremse! (Anmerkung Redaktion: Beim Flat Track gibt es keine Vorderadbremse, aber wir wollten bei Eva ihrem Bike, nicht erst den Hebel dafür abbauen, denn die Zeit drängte.)
Obwohl ich viel Motorrad fahre, fühlte sich das zunächst komplett neu an. Der Untergrund, die Geschwindigkeit, die Linienwahl und vor allem die Art, wie sich das Motorrad bewegen darf – vieles funktioniert anders als im Hard Enduro. Zu spüren, wie sich das Motorrad im Sand bewegt und wie anders man mit dem Körper arbeiten muss, war für meinen Enduro-Kopf zunächst eine kleine Umstellung.
Nach ein paar Runden wurde aus dem Nachdenken aber immer mehr Fahrspaß. Zu spüren, wie sich das Motorrad im Sand bewegt und wie anders man mit dem Körper arbeiten muss, war unglaublich interessant. Gerade wenn man jahrelang eine bestimmte Art des Motorradfahrens gewohnt ist, macht es richtig Spaß, plötzlich wieder bei null anzufangen und etwas Neues zu lernen.

Ich dachte eigentlich, damit wäre mein Ausflug in eine neue Motorsportwelt schon komplett.
War er nicht. Denn wenig später fragte mich Uwe, ob ich eigentlich schon einmal in einem Sandbahn-Gespann mitgefahren sei und ob ich Lust hätte, das auszuprobieren.
Klar! Meine erste Annahme: Ich fahre als Beifahrerin mit. Falsch gedacht.
Nach einer kurzen Einweisung fand ich mich nämlich auf dem Fahrersitz wieder.
Spätestens da war ich dann doch etwas aufgeregt. Die Jungs erklärten mir alles in Ruhe und erwähnten nebenbei, dass Geradeausfahren teilweise schwieriger sei als Kurvenfahren. Vermutlich sollte mich diese Information beruhigen.
Hat hervorragend funktioniert.

In diesem Moment erfuhr Eva, das Motorradfahrer(innen) fahren und nicht im Beiwagen sitzen...

Die Einweisung für Eva und ihr erster Kontakt zum etwas anderem Fahrersitz

Auch Lene (Beifahrerin von Imanuel Schramm), hielt vor der ersten Runde im Gespann noch den einen oder anderen Tipp für Eva bereit

Eva ihr erster Beifahrer sollte an diesem Tag, David Kersten sein, der selbst in der A-Lizenz schon viele Gespann-Rennen bestritten hat.

Beim Runterrollen auf die Bahn fragte ich mich jedenfalls kurz, ob ich es vielleicht schon vor der ersten richtigen Runde schaffe, das Gespann in die Bande zu setzen.
Auch technisch war das Gespann für mich komplettes Neuland: Losfahren, in den zweiten Gang schalten – und dann bleibt der drin. Kein weiteres Schalten und auch die gewohnte Arbeit mit Kupplung und Bremse fiel weg. Für jemanden, der beim Hard Enduro ständig mit Kupplung, Bremse und Gangwahl arbeitet, war das erst einmal eine ziemlich ungewohnte Vorstellung.
David übernahm währenddessen den Job des Beifahrers. Ob er sich dafür freiwillig gemeldet hatte oder einfach zur falschen Zeit am richtigen Ort stand, habe ich vorsichtshalber nicht genauer hinterfragt.
Dann ging es los.
Und plötzlich war die Aufregung weg.Das Gespannfahren war komplett anders als alles, was ich bisher auf einem Motorrad erlebt habe. Die Geschwindigkeit war deutlich höher als das, was ich aus vielen Hard-Enduro-Passagen gewohnt bin, und gleichzeitig musste ich mich darauf verlassen, dass David neben mir genau weiß, was er tut.

Das Faszinierende daran war, wie wenig ich vorne davon mitbekam, wie viel David während der Fahrt eigentlich arbeitete. Er verlagerte permanent sein Gewicht und turnte auf dem Beiwagen herum – während ich mich aufs Fahren konzentrierte.
Irgendwann fragte ich mich tatsächlich kurz, ob er überhaupt noch auf dem Gespann sitzt.
Glücklicherweise stand die Sonne günstig. Ein kurzer Blick auf unseren Schatten am Boden bestätigte: Ja, David war noch da. Sehr beruhigend.
Erst dadurch wurde mir noch einmal richtig bewusst, wie viel der Beifahrer bei einem solchen Gespann eigentlich leistet. Während ich vorne hauptsächlich dafür zuständig war, die richtige Linie zu treffen und am Gas zu bleiben, arbeitete David neben mir mit seinem ganzen Körper.
Auch körperlich ist diese Art des Motorsports völlig anders als Hard Enduro. Nicht unbedingt leichter oder schwerer – einfach anders. Genau das hat mich an diesem Tag so begeistert.
Ich durfte einen Bereich des Motorradsports kennenlernen, mit dem ich bisher praktisch keine Berührungspunkte hatte. Ich konnte ausprobieren, Fehler machen, Fragen stellen und vor allem sehr viel Neues mitnehmen.
Besonders dankbar bin ich für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde. Die Jungs kannten mich vorher überhaupt nicht und haben mir trotzdem ihr Gespann anvertraut – inklusive Beifahrer. Das ist alles andere als selbstverständlich und, wenn ich so darüber nachdenke, auch ziemlich mutig.

Mein Fazit nach diesem Tag?
Hard Enduro bleibt meine große Leidenschaft. Aber manchmal lohnt es sich eben, die gewohnten Spuren zu verlassen und einfach mal links abzubiegen. - Oder in diesem Fall: immer wieder links.
Vielen Dank an Uwe und alle Beteiligten für die Einladung, die Einweisung, das Vertrauen und einen ziemlich außergewöhnlichen Tag auf der Sandbahn. Ich kam eigentlich für ein Fotoshooting und einen entspannten Plausch vorbei – und fuhr mit einer völlig neuen Motorsport-Erfahrung nach Hause.
• Text: Eva Täuber; Uwe Laurisch / Fotos: Uwe Laurisch



Viel Positives gab es auch aus Sicht von unserem eigenem Racingteam. Emanuel und Lene wagten den Versuch nach ihren zwei schweren Stürzen auf ihrem Arbeitsgerät auszuloten ob Sie wieder durchstarten können. Wir alle waren skeptisch, aber Emanuel und Lene haben das Gegenteil bewiesen. Die Beiden sind nun wieder BACK TO TRACK!

Zweitaktduft, Vollgas und Volksfeststimmung


Am 3. Oktober 2026 war Wellmutsweiler wieder zum Treffpunkt der Simson- und Motorsport-Szene. Auf der legendären Grasbahn, die in der Szene als „Immels Wiese“ bekannt ist, lädt der MSC Langnau e.V. zum großen Simson-Grasbahnrennen ein.
Was das Rennen in Wellmutsweiler so besonders macht, ist die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, Zweitakt-Nostalgie und ausgelassener Volksfestatmosphäre. Auf der Grasbahn treffen liebevoll aufgebaute und teilweise hochmodifizierte Simsons auf weitere außergewöhnliche Rennfahrzeuge. Dabei geht es nicht nur um möglichst schnelle Runden, sondern auch um spektakuläre Zweikämpfe, Drifts und jede Menge Unterhaltung für die Zuschauer.


Spektakel auf der Grasbahn: Mehr als 80 Fahrer kämpfen um die Siege
Motoren heulen auf, die Reifen graben sich in die Grasbahn und die Zuschauer bekommen Motorsport-Action vom Feinsten geboten: Beim 32. Simson-Grasbahnrennen am Tag der Deutschen Einheit ging es wieder ordentlich zur Sache. Mehr als 80 Fahrer gingen in den unterschiedlichsten Klassen an den Start. Bis zum späten Nachmittag wurden knapp 60 Läufe ausgetragen – viele davon über vier Runden. Neben zahlreichen deutschen Piloten sorgten auch internationale Starter für packende Duelle und jede Menge Spannung.
Schon nach den Trainingsläufen am Vormittag war klar: Dieser Renntag würde es in sich haben. Anschließend jagte ein Lauf den nächsten. Für die Fahrer ging es dabei um weit mehr als nur den Sieg im einzelnen Rennen. Jeder Punkt konnte am Ende über die Platzierung in der Gesamtwertung entscheiden. Rennleitung und Schiedsgericht hatten entsprechend alle Hände voll zu tun, bevor schließlich die Sieger feststanden.
Der Lohn für die schnellsten Fahrer und Gespanne folgte bei der großen Siegerehrung im Festzelt.

Fahrerbesprechung der 80 Teilnehmer mit Rennleiter Toni Hinderhofer

Schon im Training wurde aus den kleinen Simson Motoren in den Gespannen alles rausgepresst
Nachwuchs gibt mächtig Gas
Besonders spannend wurde es bei den jüngsten Rennfahrern. In der Klasse Kids 50 Kubikzentimeter plus Elektro kämpften rund ein Dutzend Nachwuchstalente um die Plätze. Am Ende hatte Luis Zwisler die Nase vorn. Aron Rundel raste auf Rang zwei.
Auch in der Klasse Kids 60 bis 80 Kubikzentimeter wurde um jeden Meter gekämpft. Bei acht Startern setzte sich Max Eiberle durch. Marc Luca Seifert sicherte sich den zweiten Platz.
Bei den Kids-Gespannen ging der Sieg an Leonie und Luca Lautenschläger. Antonio Schramm komplettierten als Zweite das Podium.

Klasse Kids 60 bis 80 Kubikzentimeter

Kids-Gespanne: Antonio Schramm im Vordergrund startete bei den Gespannen und in der Soloklasse
Volle Attacke im Supercup
Auch bei den erfahrenen Piloten wurde nichts verschenkt. Im Supercup setzte sich Johannes Jocham durch und sicherte sich den ersten Platz. Maurizio D’Elia musste sich mit Rang zwei zufriedengeben.
In der Nostalgieklasse hatte Markus Block-Schindler am Ende die Nase vorn. Moritz Baumann folgte auf dem zweiten Platz.

Rad an Rad im Supercup

In der Nostalgieklasse ging es am Start schon um alles
Seitenwagen liefern spektakuläre Duelle
Besonders viel Action versprachen traditionell die Gespannklassen. Bei den luftgekühlten Seitenwagen holten sich Joachim Laur und Claudia Simonazzi den Sieg. Platz zwei ging an Lukas Abt und Nico Simonazzi.
Bei den wassergekühlten Renngespannen konnten dagegen Moritz Baumann und Janis Fleschhut jubeln. Joachim Laur und Claudia Simonazzi fuhren auf Rang zwei.

Die Gespannklassen luftgekühlt

Bei den wassergekühlten Gespannen ging es verdammt eng zu
Däne gewinnt internationales Oldie-Duell
Für internationales Flair sorgte die Oldieklasse der 500-Kubikzentimeter-Grasbahnsolomaschinen. Hier zeigte John Pedersen aus Dänemark, dass mit ihm auf der Grasbahn zu rechnen ist. Er holte sich den Sieg. Als bester deutscher Fahrer landete Jörg Schneider auf dem zweiten Platz.



Bei den 500-Kubikzentimeter-Gespannen blieb der Sieg dagegen in heimischen Händen: Imanuel Schramm und Lene Laise setzten sich durch. Andreas Horn und Christian Schädler belegten Rang zwei.
Frauen und Quads sorgen für weitere Sieger
Auch in der Damenklasse wurde um jede Position gekämpft. Katrin Duttine raste zum Sieg, während ihre Schwester Lea Duttine den zweiten Platz belegte. Bei den Quads hatte Thomas Hinz am Ende die Nase vorn. Harald Böhm zeigte trotz eines Handicaps großen Kampfgeist und fuhr auf Rang zwei.
Nicht alles ging in die Wertung ein
Nicht in die offizielle Wertung flossen die Showrennen ohne Bikes, die historischen Gespanne sowie die Kids Elektro Spezial ein.

Ein Renntag, der es in sich hatte
Als am späten Nachmittag die letzten Läufe beendet waren, konnten Fahrer und Zuschauer auf einen langen, aber actionreichen Motorsporttag zurückblicken. Knapp 60 Rennen, mehr als 80 Starter, spektakuläre Duelle und zahlreiche Sieger. Das 32. Simson-Grasbahnrennen lieferte den Zuschauern wieder reichlich Motorsport-Action.
Im Festzelt wurden die erfolgreichen Fahrer und Gespanne anschließend gebührend gefeiert und für ihre Leistungen ausgezeichnet. Eines wurde dabei einmal mehr deutlich: Auf der Grasbahn wird nicht nur gefahren – hier wird um jeden Meter gekämpft.
Schlussendlich war es ein Rennen von der Organisation bis zum Bahndienst, der nie länger als 10 min. dauerte, was sich einige Veranstalter im nächsten Jahr vielleicht einmal anschauen sollten... denn man kann immer von anderen lernen.


Ein Renntag, hatte einen Abend zuvor
Traditionell ist die Party am Vorabend, die die Band Fly ausfüllte. Diese Party muss man irgendwann einmal erlebt haben...


• Text / Fotos: Uwe Laurisch







